Für ein Veneer nimmt der Zahnarzt zuerst einen Abdruck der Zähne, um ein Situationsmodell anzufertigen. Es zeigt die Ausgangslage des Patienten im Mund, an welchem der Zahntechniker nun die gewünschten Veränderungen vorab simulieren kann. Dieses sogenannte Wax-up zeigt dem Patienten das theoretische Endergebnis und kann noch beliebig je nach Wunsch verändert werden.
Ist sich der Patient nicht sicher, kann man auch zuerst "Probe-Veneers" aus zahnfarbenem Kunststoff herstellen, die vorübergehend eingegliedert werden. Damit kann der Patient nach Hause gehen und sich in aller Ruhe entscheiden. Hilfreich sind dabei besonders Meinungen von Partner und Freunden.
Sind Patient und Zahnarzt letztlich mit der Planung zufrieden, kann nun begonnen werden. Hierzu entfernt der Zahnarzt nur soviel von den Zähnen, wie unbedingt zur Herstellung der Veneers nötig ist. Mit einem besonders genauen Abdruck werden die fertig beschliffenen Zähne abgeformt und die Zeit, die der Zahntechniker für die Anfertigung der Veneers benötigt, mit einem Provisorium überbrückt.
Da wir in unserer Praxis Veneers hauptsächlich mit CEREC anfertigen, kann oftmals auf den Abdruck und das Provisorium verzichtet und sofort mit der Herstellung der Veneers begonnen werden. Das heißt für den Patienten, dass er noch am selben Tag die Veneers eingesetzt bekommt. Gerne darf er auch bei der Konstruktion und dem Herausschleifen seiner Veneers zuschauen oder geht derweil für seine Einkäufe in die Stadt.
Da es sich bei Veneers fast immer um eine rein kosmetische Behandlung handelt, werden die Kosten i. d. R. nicht von der Krankenkasse übernommen.
Abbildungen: BLZK Quintessenz Verlag Heft 1-2/2001